"Rien ne va plus" - 111 Aphorism und Merksätze von Waldemar Grab

Kernsätze aus Predigten, Vorträgen und Büchern v. Waldemar Grab, Musikevangelist.de Anm.: Bei den Vorbereitungen zu meinen Diensten greife ich neben der geistigen Inspiration auf Gelerntes, Gehörtes und Erlebtes zurück. Dabei hat sich im Laufe der Jahre so mancher Gedanke „verselbständigt“. Sollten Sie daher einen Aphorism entdecken, mit dem ich Ihre Urheberrechte verletzt haben sollte, lassen Sie es mich bitte wissen. © 2006/'07; Quellenangabe W.Grab, Evangelist

20070413

Von Zeitmangel, Förmchenspielen und Herrnhuther Losungen

(91) Ich stelle mit Sorge fest, dass es immer mehr Menschen gibt, die ihr Glaubensleben aus „Mangel an Zeit“ mit dem entsprechend andächtigen Gesicht nur auf die beiden Herrnhuther Losungsverse des Tages beschränken. Und sie wundern sich mehr und mehr, dass Gott in ihrem Leben nicht redet oder handelt.

(92) Nicht: „Glauben und Schauen“, heißt die Devise, sondern: „Schauen und Glauben!“

(93) Wenn nur jeder Erdenbürger, der zu Jesus Christus gehört, in seinem Leben zwei Menschen bekehren würde, wäre die Welt gerettet! Nur zwei Menschen! Das ist, mathematisch betrachtet, eine einfache Aufgabe. Doch scheint sie für uns schier unlösbar.

(94) Das Schwierigste und gleichzeitig Schönste in der Bibelschule zu lernen, war Gott in JEDER Situation zu vertrauen!

(95) In den missionarischen Ländern formen sich die Heiden ihren Gott, bei den Christen formt Gott die Gläubigen.

(96) Viele Menschen sind der Meinung, dass sie nach den zehn Geboten leben, weil sie noch nie einen Menschen umgebracht oder noch nie die Ehe gebrochen haben. Doch sie verweigern Vater und Mutter die nötige Ehre, arbeiten sonntags bis zum Umfallen und haben die Bude voller Sachen, die sie eigentlich „zurückgeben“ müssten. Wer mit Jesus durchs Leben geht, kann sich aus dem Wort Gottes nicht rauspicken, was ihm am gefälligsten ist. Nachfolge heißt Lebensveränderung im Ganzen!

(97) Die zehn Gebote Gottes sind wie die Bojen am Rande einer Fahrrinne. Sie weisen den Menschen auf die Hindernisse und Untiefen des Lebens hin, damit sein Schiff keinen Schaden nimmt oder gar sinkt.

(98) In kürzester Zeit kann Lust zu einer Last werden, wenn nämlich statt der Liebe nur Triebe regieren.

(99) Immer und immer wieder kreuzen die Hinweisschilder anderer Lebensweisheiten unseren Weg und es werden ständig mehr. Wir können die, die nicht zu den christlichen Werten gehören, nur aussortieren, wenn wir die eigenen in- und auswendig kennen. Sonst gleiten wir ganz schnell in einen Mischmasch der Religionen und Ideologien.

(100) Die morgendliche Zeit des Bibellesens, des Schweigens und des Gebetes trägt durch den Tag, festigt die eigenen Wurzeln und füllt uns mit dem Geist seiner Liebe. Und sie lässt uns klar erkennen und differenzieren, wo die Heiligkeit Gottes in unserem Umfeld nicht mehr ganz ernst genommen wird.