"Rien ne va plus" - 111 Aphorism und Merksätze von Waldemar Grab

Kernsätze aus Predigten, Vorträgen und Büchern v. Waldemar Grab, Musikevangelist.de Anm.: Bei den Vorbereitungen zu meinen Diensten greife ich neben der geistigen Inspiration auf Gelerntes, Gehörtes und Erlebtes zurück. Dabei hat sich im Laufe der Jahre so mancher Gedanke „verselbständigt“. Sollten Sie daher einen Aphorism entdecken, mit dem ich Ihre Urheberrechte verletzt haben sollte, lassen Sie es mich bitte wissen. © 2006/'07; Quellenangabe W.Grab, Evangelist

20070417

außer sich geratene und in sich ruhende

(61) Tun wir doch nicht so, als wenn wir aus Rücksichtnahme auf Menschen nur den geistlichen Mist kritisieren, den sie verzapfen, aber nicht den Verfasser selbst! Hinter jeder Beleidigung des heiligen Gottes stehen Personen, die wir ganz persönlich und in aller Härte ansprechen müssen!

(62) Wer sich Jesus Christus über die exotischen Religionen nähert, muss damit rechnen, dass er irgendwann mal „dran glauben“ muss.

(63) Auch Christen können „außer sich“ geraten, wenn sie nicht wissen, wie man „in sich“ ruht.

(64) Wenn Sie in größter Not die Augen schließen, die Hände ausstrecken um SEIN Gewand zu berühren, SEINE Hand zu ergreifen, ist sie schon längst da, liegt auf Ihrem Kopf, um Ihnen Ruhe zu geben, Sie zu segnen.

(65) Es gibt Therapeuten, die einem Überaktiven raten, einmal in den Wald zu gehen und alles aus sich heraus zu schreien. Ich sage: Ja, gehen Sie in den Wald. Aber suchen Sie sich einen Pilz, einen Ameisenhaufen, eine Birke, eine Blume am Wegesrand und schauen Sie sich dieses Stückchen Natur drei Minuten lang an. Gottes Schöpfung schenkt Ihnen die Ruhe, die Sie brauchen. Sie müssen nicht schreien, Sie brauchen nur hinzuschauen.

(66) Ich habe mich sehr oft in Städten aufgehalten, wo „der Puls des Lebens“ so laut war, dass man sich sehr schnell an ebenso lautes Reden und Denken gewöhnt hat. Die Oasen der Ruhe findet man dort oft nur gegen Bezahlung im doppelten Sinn: Man bezahlt in Dollar, um sich einen ruhigen Raum mit ein paar Kopfhörern zu gönnen – oder man bezahlt mit der Aufgabe eines Traums: Das Flüstern des Lebensinneren wahrzunehmen.

(67) Warum sehnen sich Gemeindeglieder im Gottesdienst nach Ruhe und Anbetung und haben nicht den Mut etwas zu sagen, wenn die Lobpreisband mit ihrem Lärm das Kreuz an der Wand zum Wackeln bringt? Weil oft ihre eigenen Kinder oder Enkel dort oben stehen und Musik machen. Liebe schlägt Klartext.

(68) Aus Angst vor unnötiger Unruhe trifft heute kaum noch jemand klare Entscheidungen. Erst recht nicht für Jesus.

(69) Der Teufel marschiert meist in den Fußstapfen Gottes, immer dicht hinter dem HERRN her, denn dort macht er seine besten Seelengeschäfte. Oft hat er bei den ersten Anläufen zwar nur wenig Erfolg, aber sein Geheimnis liegt in der Kontinuität des Überredens.

(70) Das teuflische Hamsterrad der Ablenkung beginnt sich meist dann zu drehen, wenn man als Christ aktiv ins Geschehen eingreifen möchte: Vor dem Gebet, vor der Stille, vor einem brüderlichen Anruf, beim Vorbereiten einer Jugendstunde, einer Predigt…